Die Unternehmen bereiten sich auf unterschiedliche Weise auf die Erhöhung des Mindestlohns 2020 vor, wobei einige planen, ihren Betrieb zu optimieren, und andere erwägen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Um den Unternehmen dabei zu helfen, die Auswirkungen der Mindestlohnreform abzumildern, hat die Industrie- und Handelskammer Sloweniens (GZS) eine Reihe von Empfehlungen mit dem Schwerpunkt “struktureller Lohnwandel und angemessene Beibehaltung der Lohnquoten” erarbeitet. Eine weitere der vorgeschlagenen Empfehlungen ist die Einbeziehung von Zulagen (für Schichtarbeit, Teilzeitschichten, Bereitschaftszeiten, Mitarbeiterleistung, schwierige oder riskante Arbeitsbedingungen und die Gesamtdienstjahre) in das Grundgehalt für bestimmte Arbeitsplätze. Dies würde es den Unternehmen ermöglichen, Boni aus dem Mindestlohn herauszuholen, ohne die Arbeitnehmer negativ zu beeinflussen. Die Gewerkschaften stehen diesen Empfehlungen skeptisch gegenüber und warnen, dass viele Arbeitnehmer Anfang 2020 von der Höhe ihres Lohnniveaus enttäuscht sein könnten. Die Vorsitzende der slowenischen Vereinigung der freien Gewerkschaften (ZSSS), Lidija Jerkia, sagte: “Die Arbeitgeber haben schnell damit begonnen, die Lohnmodelle zu ändern, nicht auf der Ebene der Sektoren, sondern auf der Ebene der Unternehmen, wo sie Optionen zur Kürzung oder Abschaffung von Boni anwenden”. [1] Fußnoten – The Slovenia Times (2019), Unternehmen, die sich auf die Anpassung an die neuen Mindestlohnregeln vorbereiten, 18. November. GZS (2019), Priprave na uveljavitev zakona o minimalni plai – GZS poziva k oblikovanju zakonitih re`itev na ravni dejavnosti , 2. Dezember. The Slovenia Times (2020), Lohnkompression fordert Lohnreform , 5.

Januar. GZS (2019), Gradbenikom pove`ali povra`ila stro`kov za malico, regres za letni dopust in jubilejne nagrade , 19. Dezember. Zveza Svobodnih Sindikatov Slovenije (2019), Spremembe v gradbeni dejavnosti: Aneks podpisan, toda boj se nadaljuje , 19. Dezember. Zwischen der gewerkschaftlichen Gewerkschaft IG BAU und den Bauunternehmern wurde eine Lohnvereinbarung zur Erhöhung der Baumindestlöhne geschlossen. Die neuen bundesweiten Löhne gelten ab dem 1. April 2020. “Mehr als 200.000 Bauarbeiter profitieren von den höheren Mindestlöhnen”, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger.

Der Mindestlohn für die ungelernten Bauarbeiter wird um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde steigen. Zudem wird der sogenannte Mindestlohn 2 (für Facharbeiter), der für die westdeutschen Staaten und Berlin gilt, um 20 Cent erhöht. In Westdeutschland beträgt der Mindestlohn 2 15,40 Euro pro Stunde und in Berlin 15,25 Euro. Der neue, höhere Mindestlohn läuft bis Ende 2020 Oskar Komac, Sekretär der Gewerkschaft der Bauarbeiter (SDGD), erklärte, dass zwar Änderungen des Lohnsatzes die Situation der Arbeitnehmer verbessern würden, die Forderung der Gewerkschaft, der niedrigste Grundlohn zum Mindestlohn zu werden – was eine 100-prozentige Erhöhung bedeuten würde – von den Arbeitgebern jedoch nicht akzeptiert werde.